Das folgende Schreiben ging am 23.2.12 an alle Mitglieder des Bundestags-Unterausschusses Neue Medien:
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Deutschen Bundestages,
erfreut habe ich zur Kenntnis genommen, dass sich der Unterausschuss Neue Medien seit langer Zeit wieder mit der Frage der Suchmaschinen und ihren Folgeproblemen für die Gesellschaft befasst. Ich hatte bereits am 17.6.2004 zusammen mit Herrn Prof. Pralle Gelegenheit, zu ähnlichen Fragen im gleichen Unterausschuss vorzutragen - daher erlaube ich mir ein paar Anmerkungen zum aktuellen Thema in der Hoffnung, damit evtl. Hilfreiches beizutragen.
Am 27.2.12 steht primär das Thema "Suchmaschinenneutralität" auf der Tagesordnung. Als langjähriger Betreiber und Entwickler von Suchmaschinen darf ich hierzu kritisch anmerken, dass es eine Suchmaschinenneutralität prinzipiell nicht geben kann, denn sämtliche Algorithmen, die Suchmaschinen verwenden, sind von menschlichen Programmierern entworfen und spiegeln deren Sichtweise wieder. Menschen sind nie neutral, insbesondere dann nicht, wenn sie auf der Gehaltsliste einer Firma stehen und für diese Firma Algorithmen entwickeln.
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